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Land Art-Waldbad

Sammeln, Gestalten & im Augenblick ankommen

Werde vom Beobachter zum Gestalter und erschaffe aus den Schätzen des Waldes vergängliche Werke – Steine, Blätter, Zweige, Sand und Erde werden zu Formen und Farben, die für einen Moment erzählen, was dich bewegt. Du brauchst dafür kein künstlerisches Talent: Es geht nicht um ein schönes Ergebnis, sondern ums Tun, ums Spüren, ums Da-Sein.

Stell dir vor, du tauchst ein in die wohltuende Atmosphäre des Waldes und verbindest die Ruhe des Waldbadens mit der Freude am Gestalten. Beim Arbeiten mit den Händen darfst du die Materialien buchstäblich begreifen – du spürst Kälte, Rauheit oder Feuchtigkeit. So entsteht eine Verbindung zum Ort, ein Gefühl von Zugehörigkeit zur Natur.

Das Sammeln und Ordnen von Zapfen, Eicheln oder Zweigen wird zur bewegten Meditation, die dich ganz ins Hier und Jetzt holt. Das Gedankenkarussell darf anhalten, dein Geist kommt zur Ruhe, während du die Vielfalt und Schönheit der Natur mit allen Sinnen entdeckst.

Was entsteht, hinterlässt keine Spuren – die natürlichen Materialien vergehen wieder, ganz im Einklang mit den Kreisläufen der Natur. Diese Vergänglichkeit ist eine kleine Übung im Loslassen: Es gibt nichts festzuhalten und nichts perfekt zu machen. So kannst du dich ganz auf das Erleben einlassen und neue Kraft schöpfen.

Manchmal sagt ein einfaches gelegtes Muster mehr als viele Worte – und ganz nebenbei darf sich zeigen, was gerade in dir Raum braucht. Natürlich haben auch ruhige Elemente des Waldbadens ihren Platz: leichte Körperübungen, bewusstes Atmen und achtsames Schlendern.

Lass dich von der Natur berühren und entdecke die Freude am kreativen Gestalten im Wald! Melde dich jetzt an und schenke dir selbst eine Auszeit voller Achtsamkeit, Inspiration und Verbundenheit. Ich freue mich darauf, dich im Land Art-Waldbad willkommen zu heißen!

​Ticket buchen:

📅 19.09.2026 

🕒 11:00 - ca. 14:00 Uhr 

🎟️Einzelticket 45,- €

🫂Freunde-Special 82,- €  (Ticket für 2 Personen)

Du möchtest dabei sein? Schreib mir über das Kontaktformular einfach eine kurze Nachricht – alle weiteren Infos zur Buchung bekommst du dann direkt von mir. 

Wichtige Hinweise:

Mindestteilnehmerzahl: Die Waldbäder finden ab einer Gruppe von 3 Personen statt. Sollte diese Zahl bis 3 Tage vor dem Termin nicht erreicht sein, informiere ich dich spätestens 48 Stunden über eine Absage oder Verschiebung.

Sicherheit geht vor: Bei unvorhersehbaren Bedingungen (z.B. Sturmwarnung, Gewitter oder kurzfristige Forstarbeiten) behalte ich mir vor, den Termin aus Sicherheitsgründen zu verschieben. In diesem Fall biete ich zeitnah einen Ersatztermin an oder erstatte die Gebühr. 

 

Weiter Änderungen vorbehalten.

SE-KulturTage

Dieses Waldbad ist Teil der SE-KulturTage, dem Kulturfestival im Kreis Segeberg.

Das Festival steht für kulturelle Vielfalt, Offenheit und künstlerischen Mut – offen für alle Sparten und immer wieder neu aus der Region heraus gewachsen, nah bei den Menschen.

Unkompliziert und niedrigschwellig eröffnet es direkt vor der Haustür Räume zum Erleben, Begegnen und Mitgestalten – an alltäglichen wie an außergewöhnlichen Orten. Einer dieser Orte ist für mich der Ihlwald.

Im Festivalzeitraum vom 4. bis 20. September rücken diese Veranstaltungen besonders ins Licht; darüber hinaus bin ich mit meinen Waldbädern das ganze Jahr über Teil des SE-KulturFensters.

Meine Rolle beim Festival

„Kultur ist, dem Wald zuzuhören und das gemeinsame Naturerleben

durch Poesie und Land Art zum Ausdruck zu bringen."

Mein Schwerpunkt liegt an der Schnittstelle von Naturerfahrung und künstlerischem Ausdruck – in der Wortkunst und in der Bildenden Kunst. Ich gestalte Waldbäder, in denen Sprache und Ästhetik nicht bloß schmückendes Beiwerk sind, sondern den Raum wirklich öffnen: Unter den Bäumen begegnen einander Worte und Natur – und aus dieser Begegnung entstehen Impulse für Wahrnehmung, innere Bilder und Resonanz.

 

In den poetischen Waldbädern begleiten uns ausgewählte Naturgedichte – mit Momenten des Lauschens, achtsamem Gehen und einfachen poetischen Formen, ganz ohne Leistungsdruck.

Ein zweiter Fokus ist das Arbeiten mit der Natur selbst: Im Land Art-Waldbad werden Steine, Blätter, Zweige oder Erde zu Kunstwerken auf Zeit. Aus dem Betrachten wird ein eigenes Tun – und die Teilnehmenden erleben die Freiheit, nichts festhalten zu müssen.

Diese kreative Kulturarbeit ist für mich eine Brücke zwischen Gefühl und Verstand – und eine Einladung, den Moment mit allen Sinnen zu erleben.

Hintergrundwissen: Land-Art

Land-Art entstand Ende der 60er-Jahre als eine künstlerische Bewegung, in den USA als ein politisches Statement gegen die Kommerzialisierung von Kunst. Künstler*innen begannen, die bildenden Künste und deren Werte infrage zu stellen. Ihr Anliegen war es explizit Werke zu schaffen, die weder in Galerien und Museen ausgestellt werden können noch käuflich zu erwerben sind. So entstand Kunstwerke unter freiem Himmel aus Materialien, die in der Natur zu finden waren. Die Größe der Kunstwerke konnte dabei sehr klein sein oder ganze Landstriche mit einbeziehen. Die Gemeinsamkeit war, dass die Werke nach einiger Zeit von selbst verschwanden. Der Zerfall im Zyklus der Natur und Vergänglichkeit spielten dabei eine wichtige Rolle. Ganz am Anfang waren selbst Fotos und Filmaufnahmen nicht gestattet, um die vergänglichen Arbeiten festzuhalten. Es war gewünscht, dass Interessierte sich in die Natur zu dem Kunstwerk hinbewegten.

 

Heute hat sich die Kunst, die unter den Begriff „Land-Art“ sehr geweitet. Er wird auf jegliche Art von Kunst, die aus Neumaterialien besteht, angewandt. So ist im Grunde selbst der Bau eines Schneemanns oder einer Sandburg, wie Kinder sie schaffen Land-Art. Auch ist lange nicht mehr jede Land-Art politisch motiviert, sondern wird ganz anders verwendet. So wird Land-Art z.B. in der Umweltpädagogik und in der Kunsttherapie angewandt. Zudem gibt es auch Ökologie und Klimaschutz als Antrieb. Viele moderne Projekte der Land-Art (oft auch Environmental Art genannt) thematisieren aktiv die Zerstörung der Umwelt oder den Klimawandel. Hier wird die Kunst zum Medium für ökologische Kritik und fordert einen Wandel im Umgang mit natürlichen Ressourcen. Es gibt jedoch auch Künstler, deren Fokus rein auf der Wahrnehmung von Raum, Licht und Material legen, sodass rein der ästhetische Ansatz im Mittelpunkt stehen, mit vollkommen unpolitischem Kern.

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